Ich esse Fleisch weil’s mir schmeckt und ich mich nicht um alles kümmern kann!

WordyLogoAm Wochenende mit einem meiner besten Freunde unterwegs gewesen. Nach einiger Zeit kamen wir wieder auf das Thema vegane Ernährung. Dann fiel dieser Satz meines Freundes: „Ich esse Fleich weil’s mir schmeckt und ich mich nicht um alles kümmern kann!“

Ich war perplex, wusste nicht recht wie ich reagieren soll, und wir wechselten dann später das Thema. Die Aussage hat mich dennoch nicht in Ruhe gelassen und ich machte mir den ganzen nächsten Tag dazu Gedanken. Beim veganen Brunch in Aalen zeigte Achim einige Ausschnitte des Films „Carne Vale“ und darin auch das Interview mit der amerikanischen Sozialpsycholgin Melanie Joy über ihre Theorie des „Karnismus“.

Warum machte es mir noch vor wenigen Monaten nichts aus Fleich zu essen, und heute ekelt es mich an?

Eine mögliche Antwort ist die Theorie des „Karnismus“ – die Psychologie des Fleischessens. Dr. Melanie Joy hat herausgefunden, dass wir einen Schutz- und Verteidigungsmechanismus aufgebaut haben, der es ermöglicht, dass wir einerseits Tiere mögen, diesen kein Leid zufügen möchten, also Empathie gegenüber Tieren verspüren. Andererseits sind wir in der Lage ihre Körperteile und Ausscheidungen zu essen. Verdeutlicht wird dies für mich mit dem Vergleich der unterschiedlichen, fleischessenden Kulturen. In Deutschland ist es „normal“ Kuhfleisch zu essen, in Indien wäre dies eine Sünde. In weiten Teilen Südamerikas werden Meerschweinchen gegessen, das finden wir in Deutschland wieder furchtbar und eklig.

Die meisten Menschen glauben: Fleischessen ist normal, natürlich und nützlich. Nur wenn das falsche Tier auf dem Teller liegt, regen sie sich auf.

Es ist also nicht nur eine kulturelle Gegebenheit, sondern eine persönliche Entscheidung, auf den Verzehr und den Handel von tierischen Produkten zu verzichten. Und jeder, der es geschafft hat, die Verleumdung zu überwinden, und keinen Unterschied mehr zwischen Schwein, Kuh, Pferd, Hund und Hamster zu machen, sondern jedes Lebewesen zu achten und nicht mehr quälen und töten zu lassen entscheidet sich für mehr Gerechtigkeit auf dieser Erde und kümmert sich damit noch längst nicht „um alles“ !

 

Weiterführende Informationen:

http://www.karnismus-erkennen.de

http://www.sueddeutsche.de/leben/psychologie-des-fleischkonsums-warum-wir-rinder-aber-keine-hunde-essen-1.1605821

Carne vale – Fleisch lebe wohl!

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Ich esse Fleisch weil’s mir schmeckt und ich mich nicht um alles kümmern kann!

WordyLogoAm Wochenende mit einem meiner besten Freunde unterwegs gewesen. Nach einiger Zeit kamen wir wieder auf das Thema vegane Ernährung. Dann fiel dieser Satz meines Freundes: „Ich esse Fleich weil’s mir schmeckt und ich mich nicht um alles kümmern kann!“

Ich war perplex, wusste nicht recht wie ich reagieren soll, und wir wechselten dann später das Thema. Die Aussage hat mich dennoch nicht in Ruhe gelassen und ich machte mir den ganzen nächsten Tag dazu Gedanken. Beim veganen Brunch in Aalen zeigte Achim einige Ausschnitte des Films „Carne Vale“ und darin auch das Interview mit der amerikanischen Sozialpsycholgin Melanie Joy über ihre Theorie des „Karnismus“.

Warum machte es mir noch vor wenigen Monaten nichts aus Fleich zu essen, und heute ekelt es mich an?

Eine mögliche Antwort ist die Theorie des „Karnismus“ – die Psychologie des Fleischessens. Dr. Melanie Joy hat herausgefunden, dass wir einen Schutz- und Verteidigungsmechanismus aufgebaut haben, der es ermöglicht, dass wir einerseits Tiere mögen, diesen kein Leid zufügen möchten, also Empathie gegenüber Tieren verspüren. Andererseits sind wir in der Lage ihre Körperteile und Ausscheidungen zu essen. Verdeutlicht wird dies für mich mit dem Vergleich der unterschiedlichen, fleischessenden Kulturen. In Deutschland ist es „normal“ Kuhfleisch zu essen, in Indien wäre dies eine Sünde. In weiten Teilen Südamerikas werden Meerschweinchen gegessen, das finden wir in Deutschland wieder furchtbar und eklig.

Die meisten Menschen glauben: Fleischessen ist normal, natürlich und nützlich. Nur wenn das falsche Tier auf dem Teller liegt, regen sie sich auf.

Es ist also nicht nur eine kulturelle Gegebenheit, sondern eine persönliche Entscheidung, auf den Verzehr und den Handel von tierischen Produkten zu verzichten. Und jeder, der es geschafft hat, die Verleumdung zu überwinden, und keinen Unterschied mehr zwischen Schwein, Kuh, Pferd, Hund und Hamster zu machen, sondern jedes Lebewesen zu achten und nicht mehr quälen und töten zu lassen entscheidet sich für mehr Gerechtigkeit auf dieser Erde und kümmert sich damit noch längst nicht „um alles“ !

 

Weiterführende Informationen:

http://www.karnismus-erkennen.de

http://www.sueddeutsche.de/leben/psychologie-des-fleischkonsums-warum-wir-rinder-aber-keine-hunde-essen-1.1605821

Carne vale – Fleisch lebe wohl!